Bentu: die erste tragbare Windturbine, „leicht wie der Wind“
Von Giovanni Sapere
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Bentu ist die erste tragbare Windturbine: Sie ist nur etwas mehr als 1 Meter hoch, kann aber die Energie erzeugen, die nötig ist, um 40 Smartphones gleichzeitig aufzuladen
Windkraftanlagen sind gelinde gesagt sperrige Installationen: Die Generatoren haben eine durchschnittliche Höhe zwischen 25 und 100 Metern (wie ein Gebäude mit 8 Stockwerken) und Rotorblätter von bis zu 80 Metern Länge. Diese mammutartigen Ausmaße machen die Errichtung der „Rotorblätter“ zu einem äußerst komplexen Prozess in Bezug auf Technologie, Bürokratie und öffentliche Meinung: Sehr oft nämlich widersetzen sich die Bewohner der betroffenen Gebiete und Umweltverbände dem Bau von Windparks, weil sie glauben, dass diese die Landschaft verunstalten. Das ist eine alarmierende Tatsache, wenn man bedenkt, dass – laut aktuellen Daten des Nationalen Windenergieverbands (Associazione Nazionale Energia del Vento) – die Ausschöpfung des nationalen Windpotenzials jedem Italiener in einem Jahr 661 kWh erneuerbare Energie sichern und zur Schaffung von 67.200 Arbeitsplätzen führen würde, die sich vor allem im Süden konzentrieren. Um die Windenergie zugänglicher zu machen, hat Daniele Valentini Bentu entwickelt, die erste tragbare Mikroturbine. Das Projekt wurde auf der Maker Faire Rome 2019 im Pavillon für ökologische Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien vorgestellt.
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Bentu: die erste tragbare Windturbine, „leicht wie der Wind“
Bentu entstand aus der Liebe zu Wind und Natur. Inspiriert von Drachen und den Segeln der Surfer hat Daniele Valentini – in Zusammenarbeit mit dem Ingenieur Leonardo Mascarino und dem Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der Universität Rom Tor Vergata unter der Leitung von Prof. Vincenzo Mulone – eine innovative faltbare Mikroturbine entwickelt. „Bentu nennt man den Wind im sardischen Dialekt. Ich habe diesen Namen gewählt, weil ich für den Bau der Turbine denselben Mikrofilm verwendet habe, aus dem in Sardinien die Windsurf-Segel gefertigt werden. Dieses Material ermöglicht ein sehr einfaches Auf- und Abbausystem, das keine besonderen Werkzeuge oder Geräte erfordert. Außerdem können wir dank der Austauschbarkeit der Teile auf derselben Turbine Rotorblattsätze unterschiedlicher Größe montieren, je nach Windverhältnissen und der benötigten Energiemenge.“ Bentu funktioniert genau wie eine Windkraftanlage und nutzt die Auftriebskraft, um Wind in elektrische Energie umzuwandeln. Der einzige Unterschied ist die Größe. Die Mikroturbine hat einen abnehmbaren Mast aus Kohlefaser von wenigen Fuß Höhe und faltbare Rotorblätter von nur 160 Zentimetern Länge. Neben der Minimierung der Auswirkungen auf die Landschaft erlaubt diese geringe Größe den Einsatz der Mikroturbine auch bei schwachem Wind: Eine Brise von nur 2 Metern pro Sekunde genügt, um Bentu in Gang zu setzen.

Die Turbine ist klein und leicht, aber ihre Leistung ist bemerkenswert: Bei einem Wind von 12 Metern pro Sekunde – der klassischen Meeresbrise – kann Bentu 400 W Strom erzeugen, mehr oder weniger die Leistung, die nötig ist, um vierzig Smartphones auf einmal aufzuladen. Die gesamte Struktur – einschließlich Transformator und Generator – wiegt nur 12 Kilogramm und passt in einen normalen Wanderrucksack. Es braucht nur eine stabile Standfläche, ein wenig Wind und ein paar Minuten Arbeit, um die Mikroturbine aufzubauen und auf völlig nachhaltige Weise Energie zu erzeugen. Geringe Größe und einfache Handhabung erlauben es, die Mikroturbine auch in abgelegenen oder schwer erreichbaren Gebieten aufzustellen, zum Beispiel in den Bergen oder an Bord von Freizeitbooten. So erweist sich Bentu auch als wirksames Mittel, um in Notsituationen – nach einem Erdbeben oder nach dem Einsturz einiger Strommasten – oder in Gebieten Energie zu erzeugen, in denen herkömmliche Systeme wenig effektiv sind. Mein Ziel, erklärt Valentini, „ist es, Strom überallhin zu bringen und den Ertrag einer der kraftvollsten und faszinierendsten Energiequellen zu maximieren, die wir auf unserem Planeten zur Verfügung haben: des Windes“.
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