Das „Portable Security Module“ erhält die Goldmedaille der E-nnovate
Von Mario Vincenzo La Rocca
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Die beim polnischen Event E-nnovate 2020 ausgezeichnete Erfindung macht es leichter, einen Notfall zu melden, ohne direkt ein Smartphone zu benutzen
Ein einfaches Gerät kann Leben retten. Notrufe laufen fast ausschließlich über das Smartphone, doch in besonderen Fällen kann es schwierig sein, an das Mobiltelefon zu gelangen, um den Anruf zu tätigen. Eine Lösung für das Problem schlugen Prathameshwarar Kathirvel und Kishen Madev Yoganathan vor, zwei Erfinder aus Malaysia. Ihr „Portable Security Module“ wird mit dem Mobiltelefon verbunden und steuert es automatisch aus der Ferne, sodass sich eine Notfallnachricht leichter absetzen lässt als mit einem Mobiltelefon. Wir haben Prathameshwarar Jayacheetra interviewt, damit er uns die Entstehungsgeschichte seiner Idee erzählt.
Können Sie erklären, wie Ihre Erfindung entstanden ist? Wie sind Sie auf die Idee gekommen?
„Als feststand, dass ich an der E-nnovate-Messe teilnehmen wollte, habe ich das Internet nach den größten Problemen der Menschheit durchsucht. Dabei bin ich auf The Borgen Project gestoßen, eine gemeinnützige Organisation, die Probleme der Welt lösen will, bei der Sicherheit und Wohlbefinden an vierter Stelle standen. Für mich war das überraschend, aber je mehr ich darüber nachdachte, desto sinnvoller erschien es mir. Die meisten Sicherheitsprobleme wurden durch kleinere Vorfälle verursacht, bei denen die Menschen keine Möglichkeit hatten, sie zu vermeiden oder rechtzeitig um Hilfe zu rufen. Je länger ich mich damit beschäftigte, desto neugieriger und fasziniert wurde ich. Warum haben wir diese kleineren, alltäglichen Probleme nicht gelöst? Ganz einfach, weil die Menschen dazu neigen, das große Ganze zu sehen und die kleineren Details zu übersehen. Also hatte ich meine Wahl getroffen: Ich würde die kleineren Probleme des Lebens verbessern und beheben, in diesem Fall die Sicherheit, und dafür sorgen, dass jeder Zugang dazu hat“.
Wie verbessert Ihre Erfindung bestehende Technologien?
„Das Gute an meiner Erfindung war, dass sie aus IoT-Geräten gebaut wurde. Das heißt, sie kann sich über das Internet verbinden und dadurch mit anderen Projekten zusammenarbeiten. Und weil sie programmierbar ist, lässt sie sich leicht verändern. Sie ist internetbasiert, und viele Materialien finden sich im Internet. Zum Beispiel Server, Websites, soziale Plattformen usw. Meine Innovation wird mit bestehenden Technologien zusammenarbeiten, neue Möglichkeiten eröffnen und sie damit auf die nächste Stufe heben“.
Wurde die Idee bereits patentiert, oder planen Sie, sie zu patentieren?
„Die Idee wurde noch nicht patentiert. Die Anwendung gab es schon immer, aber sie wurde nicht in diesem Format genutzt. In diesem Fall gab es Webhooks und das Tätigen von Anrufen mit IoT-Geräten bereits, aber keine, die sich darauf konzentrierten, sie für die Sicherheit einzusetzen. Ich plane, die Idee so bald wie möglich zu patentieren, um den Ausgangspunkt dieses Projekts festzuhalten“.
Was wird der nächste Schritt sein? Wie planen Sie, Ihre Erfindung umzusetzen oder zu verbreiten?
„Der nächste Schritt wäre, das Produkt zu verbessern, es einer Fokusgruppe vorzulegen und sicherzustellen, dass es das erfüllt, was die Menschen davon erwarten. Dabei werden der Preis, die verwendeten Materialien und weitere Anwendungen des Produkts festgelegt. Danach kommt der Markt. Der Hauptgrund, warum dieses Produkt entwickelt wurde, war sicherzustellen, dass jeder Hilfe bekommen kann, wenn er sie braucht. Dieser Marketingschritt wird deshalb entscheidend sein, denn dort werden die Menschen Zugang zu dieser meiner Erfindung erhalten“.



