Eine synthetische Stimme, um die Mauer des Schweigens zu durchbrechen
Von Giovanni Sapere
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Direkt im Gehirn implantierte Elektroden sollen Menschen, die ihre Stimme verloren haben, die Sprache zurückgeben
Die neue Technologie wird die Grundlage einer innovativen Prothese für die neuronale Sprache sein.
Elektroden, die direkt am Gehirn angebracht werden, um denen das Sprechen zu ermöglichen, die ihre Stimme verloren haben? Dank Professor Edward Chang vom Fachbereich Neurochirurgie der University of California, San Francisco, könnte dieser Traum wahr werden.
Schlaganfälle, Kopfverletzungen, neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson, Multiple Sklerose oder ALS, die amyotrophe Lateralsklerose, können häufig zu einem unumkehrbaren Verlust der Sprechfähigkeit führen. Manche Menschen mit Sprachbehinderung lernen, ihre Gedanken Buchstabe für Buchstabe aufzuschreiben, und nutzen dafür Hilfsmittel, die Augen- oder Gesichtsbewegungen überwachen, selbst wenn diese kaum wahrnehmbar sind.
Diese Geräte erzeugen jedoch einen sehr langsam geschriebenen Text, bis zu zehn Wörter pro Minute, verglichen mit 100 oder 150 in der natürlichen Sprache, und sind oft fehleranfällig. Die Nachricht von der Erfindung Professor Changs wurde vom Magazin „Nature“ verbreitet und umgehend von der BBC aufgegriffen. Der Vorgang ist einfach: Die Elektroden werden direkt in präzise Bereiche des Gehirns implantiert.
Danach ist es ein Kinderspiel. Man muss nur denken, und die Elektroden lesen die Spuren der neuronalen Aktivitäten, sodass der Gedanke automatisch in Worte übersetzt wird. Auf diese Weise würden auch Menschen, die ihre Stimme verloren haben, umgehend die Sprache zurückerhalten. Wie jede revolutionäre Erfindung könnte sie jedoch missbraucht werden. Sie könnte sozusagen vorgefertigte Gedanken hervorrufen, um nach und nach einen völligen Konsens über einen abweichenden Gedanken aufzubauen. Ein bisschen wie das, was man dank des Internets rund um Fake News aufbaut, also … besser langsam vorgehen.



