Mit den Gedanken ans Telefon gehen? Die Revolution kommt aus Südkorea
Von Letizia Giugliano
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In der zunehmend erstaunlichen Landschaft der Neurotechnologien verspricht ein neuer Meilenstein, unser Verhältnis zu digitalen Geräten grundlegend zu verändern. Ein Forschungsteam unter der Leitung von Kim Hodam an der Yonsei University in Südkorea hat einen bedeutenden Schritt bei der Entwicklung von Gehirn-Computer-Schnittstellen gemacht und innovative Mikrosensoren geschaffen, mit denen sich elektronische Geräte steuern lassen … mit den Gedanken.
Diese winzigen Sensoren, vergleichbar mit Mikrostiften, lassen sich bequem auf der Kopfhaut anbringen und setzen sich zwischen die Haarfollikel, ohne die Haut zu durchdringen oder invasive Eingriffe zu erfordern. Es handelt sich um eine vollständig tragbare Technologie, die Hirnsignale lesen und in digitale Befehle übersetzen soll.
Die eigentliche Revolution? Nutzer können einen Anruf annehmen, indem sie einfach daran denken. Keine Hände, keine Stimme, keine körperlichen Interaktionen nötig: nur Gedanken. Tests haben gezeigt, dass die Sensoren bis zu 12 Stunden am Stück einwandfrei funktionieren, auch bei Aktivitäten in Bewegung wie Gehen oder Laufen.
Mit dieser Erfindung scheint die Zukunft der Neurotechnologien nicht mehr so fern. Science-Fiction wird Wirklichkeit und könnte grundlegend verändern, wie wir mit der digitalen Welt interagieren. Es bleibt nur eine Frage: Sind wir bereit, zu antworten – mit unseren Gedanken?



