Der neue Klebstoff härtet mit Magnetfeld aus
Von Mario Vincenzo La Rocca
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Forscher der Nanyang Technological University haben einen Epoxidklebstoff erfunden, der durch einen Magneten aktiviert wird, ohne dass Wärme, Licht oder Feuchtigkeit nötig sind
Klebstoffe und Sekundenkleber sind in allen Industriebereichen weit verbreitete Materialien. Die Montage von Fertigprodukten am Fließband oder die Herstellung von Verbundwerkstoffen ist nur dank spezifischer Substanzen möglich, die durch ihr Aushärten die verschiedenen Materialien verdichten. Die derzeit verwendeten Klebstoffe härten aus infolge einer Behandlung in einem Hochtemperaturofen, durch Bestrahlung mit Licht oder wenn sie einer bestimmten Menge Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Forscher der NTU, der Nanyang Technological University, schlagen jedoch eine sehr interessante Alternative vor.
Das neue Material härtet im Unterschied zu früheren durch Anlegen eines Magnetfelds aus. Dieser Unterschied mag minimal erscheinen, öffnet aber die Tür für viele Verbesserungen. Der neu erfundene Klebstoff kann zwischen zwei Schichten aufgetragen und auch dann aktiviert werden, wenn eine Behandlung mit Licht oder Feuchtigkeit unmöglich ist. Außerdem stellt die magnetische Aktivierung eine sehr kostengünstige Alternative zu Wärmebehandlungen in Öfen dar. Die Forscher schätzen die Energiekosten auf mindestens 100-mal niedriger als bei der Wärmebehandlung. Der neue Klebstoff kann die Kosten für Materialien wie Kohlefaser drastisch senken, deren Preis vor allem davon abhängt, dass große Energiemengen zum Betrieb riesiger Öfen eingesetzt werden.
„Unsere temperaturgesteuerten magnetischen Nanopartikel sind dafür ausgelegt, mit bestehenden Einkomponenten-Klebstoffformulierungen vermischt zu werden, sodass sich viele der auf dem Markt befindlichen Klebstoffe auf Epoxidbasis in durch Magnetfelder aktivierbare Klebstoffe umwandeln ließen“, erklärt Prof. Raju Ramanujan, einer der Forscher. „Geschwindigkeit und Temperatur der Aushärtung lassen sich einstellen, sodass Hersteller bestehender Produkte ihre vorhandenen Fertigungsmethoden umgestalten oder verbessern könnten. Statt zum Beispiel den Klebstoff aufzutragen und ihn in einer herkömmlichen Montagelinie Teil für Teil auszuhärten, könnte das neue Verfahren darin bestehen, den Klebstoff vorab auf alle Teile aufzutragen und sie dann auszuhärten, während sie sich auf dem Förderband bewegen. Ohne Öfen würde das zu viel weniger Stillstandszeiten und einer effizienteren Produktion führen“.
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