SÄURE–BASE-pH-Indikator aus dem Kochwasser von Schwarzreis (Oryza sativa L.)
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Reis ist ein Grundnahrungsmittel, das vor allem in Asien zu finden ist. Meist essen wir gewöhnlichen weißen Reis, der reich an Kohlenhydraten ist und neutral schmeckt, beim Kauen aber immer süßer wird. Haben Sie aber schon einmal Schwarzreis kennengelernt, der eine violett-rötliche Farbe abgibt, sobald man ihn in Wasser einweicht? Schwarzreis wird in Malaysia vor allem in Bario in Sarawak angebaut. Der Reis wächst im ländlichen Raum, jenseits der Hügel. Wir wollen hier jedoch nicht über die Herkunft des Schwarzreises sprechen, sondern über sein Abwasser, das uns nützlich sein könnte. Ich unterrichte Naturwissenschaften an einer weiterführenden Schule, und wir sind beim Thema Säuren und Basen angelangt. In diesem Kapitel haben wir pH-Indikatoren kennengelernt, die sich in unserer Umgebung natürlich finden lassen, vor allem in Früchten und Pflanzen. Pflanzen oder Früchte, die Anthocyan enthalten, das für die violette Färbung in Pflanzen verantwortlich ist, können ihre Farbe je nach Säure- oder Basengehalt der Lösung rasch ändern. So erscheint Anthocyan zum Beispiel im sauren Milieu rot-orange, im basischen Milieu dagegen blaugrün. In der westlichen Welt ist Rotkohl für die Eigenschaften von Anthocyan bekannt. Die Gewinnung von Rotkohlwasser ist jedoch etwas aufwendig, weil man den Rotkohl pürieren muss. Zudem ist sie weniger praktisch, da man Rotkohl essen kann und er kein Abfallmaterial ist. Die Idee entstand also, als ich nach einer Alternative suchte, um meinen Schülern Anthocyan zu erklären. Ich sagte meinen Schülern, dass wir eine heimische Pflanze suchen, die ähnliche Anthocyan-Eigenschaften wie Rotkohl zeigt. Nach der Diskussion mit ihnen fanden wir den vor Ort angebauten Schwarzreis, der unsere Kriterien erfüllt.
Abbildung 1: Vor dem Aufgießen mit dem Schwarzreis-Abwasser
Abbildung 2: Nach dem Aufgießen mit dem Schwarzreis-Abwasser
Wir hoffen daher, dass unsere Entdeckung andere junge Talente auf der ganzen Welt dazu anregt, nach nützlichen Alternativen in ihrer näheren Umgebung zu suchen, etwa nach neuen Materialien für die Herstellung von Bioplastik in der Zukunft.
Ich lade Sie ein, diesen YouTube-Link für eine anschaulichere Erklärung meiner Schüler zu besuchen.
https://www.youtube.com/watch?v=bNF-jp7-9m4&t=3s
Autor: Mizwar Muhammad



