Aus den USA und Japan: Die Entdeckung neuer Waffen gegen das Altern
Von Giovanni Sapere
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Sie heißen CD22 und COL17A1 und sind nicht die Namen zweier Star-Wars-Roboter, sondern zwei Gene, die durch die Überproduktion ihrer gleichnamigen Proteine zu den Verantwortlichen für die Alterung menschlicher Zellen gehören sollen. Und nicht nur das, denn diese Gene sollen auch zu den Verantwortlichen für viele…
Sie heißen CD22 und COL17A1 und sind nicht die Namen zweier Star-Wars-Roboter, sondern zwei Gene, die zu den Verantwortlichen für die Alterung menschlicher Zellen durch die Überproduktion ihrer gleichnamigen Proteine gehören sollen. Und nicht nur das, denn diese Gene sollen auch zu den Verantwortlichen für viele degenerative Erkrankungen gehören, darunter Alzheimer und Parkinson.
Verkündet wurde die Entdeckung von der Stanford University und der Tokyo Medical and Dental University am Ende zweier paralleler Studien, die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurden.
Worin bestanden die Studien?
Untersuchungsobjekte waren Mäuse, bei denen sowohl die amerikanische als auch die japanische Universität etwa 3000 Gene unter Kontrolle hielten und eines nach dem anderen stimulierten, um ihre Funktionen sichtbar zu machen. Dabei zeigte sich das Verhalten der Gene CD22 und COL17A1. Das erste steuert die Aktivität der Reinigungszellen des Gehirns, der Mikroglia, die das zentrale Nervensystem verteidigen, das zweite die Entwicklung der Stammzellen der Haut. Im Fall von CD22 hat die Studie der Stanford University nämlich eine starke Überaktivität des Gens gezeigt, das durch die gesteigerte Produktion des Proteins die korrekte Durchführung der Reinigungsarbeit im Nervensystem und besonders im Gehirn verhindert.
Und hier setzten die Wissenschaftler an: Mit einem spezifischen Antikörper blockierten sie die Aktivität des Gens und erlebten bei älteren Mäusen eine überraschende Erholung der Gehirnaktivität. Das Verdienst liegt bei den Reinigungszellen, die, weil sie wieder optimaler arbeiten konnten, ihre Effizienz genau wie die jüngerer Mäuse steigerten. Man kann sich die möglichen Auswirkungen in der Wissenschaftswelt leicht vorstellen, wenn man bedenkt, dass sich diese Situation auch beim Menschen wiederholen und vielleicht Antworten auf Alzheimer und Parkinson liefern könnte.
Ähnlich ist das Verfahren beim anderen Protein, dem vom Gen COL17A1 produzierten, das von Wissenschaftlern der Universität Tokio in Zusammenarbeit mit denen der University of Colorado beobachtet wurde. Das vom Gen COL17A1 produzierte Kollagenprotein kümmert sich kurz gesagt durch das ordnungsgemäße Funktionieren der Stammzellen um die Erhaltung des Epithelgewebes. Diese vorbeugende Tätigkeit lässt jedoch mit der Zeit nach, bis es durch Oxidation, UV-Strahlung und verschiedene andere Faktoren zur Abschuppung des Gewebes kommt und die Alterung fortschreitet.
Ein Prozess, der, wie entdeckt wurde, durch die Aufrechterhaltung stabiler Proteinspiegel in den Keratinozyten, also den menschlichen Hautzellen, aufgehalten werden könnte, was sogar die Heilung von Geweben begünstigt, die durch äußere Faktoren geschädigt wurden, ebenso wie durch den so gefürchteten Zahn der Zeit.



