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Ratten beim Verstecken spielen? Dank der Forschung ist das jetzt möglich.

Von Marcello Mazzotta
2 Min. Lesezeit

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Ratten beim Verstecken spielen? Dank der Forschung ist das jetzt möglich.

Eine Studie deutscher Wissenschaftler an einer Gruppe von Laborratten hat ergeben, dass sie lernen können, „Verstecken zu spielen“.

Die Idee zu diesem Experiment stammt von Michael Brecht, Neurowissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin, während die Forschung von Annika Reinhold durchgeführt wurde, die schon immer von den Fähigkeiten dieser Nagetiere fasziniert war.

Es ist nämlich nichts Neues, dass Ratten häufig für Laborexperimente eingesetzt werden: Sie sind intuitive, methodische Tiere und führen gegen Belohnung unermüdlich immer wieder dieselbe Tätigkeit aus. So können Forschende wiederholbare Tests durchführen und das Ergebnis leichter auswerten.

Aber Ratten sind nicht nur Versuchstiere, sie können auch großartige Haustiere sein und spielen gern. Die Studie von Brecht und Reinhold hat es ermöglicht, ihre kognitiven Fähigkeiten und die Rolle des Spiels für diese Tiere genauer zu untersuchen.

Das Experiment

Phase 1: Brecht richtete eigens einen „Spielraum“ ein, bestehend aus durchsichtigen und undurchsichtigen Kisten und Kartons, einem Ort, an dem sich die Ratten verstecken. Er wählte sechs junge Ratten aus und verbrachte fast einen Monat mit ihnen, spielte, indem er ihnen hinterherlief, und streichelte sie, damit sie sich an ihren künftigen Spielgefährten gewöhnten.

Phase 2: Reinhold setzte die Ratten in eine offene Kiste und begab sich dann an eine andere Stelle im Raum, um abzuwarten, bis sie sich bewegten. Merkwürdigerweise bewegten sich die Ratten auf sie zu. Der Test wurde mehrmals wiederholt, und jedes Mal kitzelte Reinhold die Ratten als Belohnung dafür, dass sie sie erreicht hatten. Das Experiment wurde fortgesetzt, indem der Schwierigkeitsgrad des Verstecks schrittweise erhöht wurde, mit überraschenden Ergebnissen. In den folgenden Tagen brachte sie den Ratten bei, sich zu verstecken und zu warten, bis sie sie fand. Dazu kitzelte sie die Ratten, die ihre Kiste verließen, sich woandershin begaben und dann abwartend stehen blieben, bis ihr Spielgefährte eintraf.

Ergebnisse

Nach nur zwei Wochen hatten alle sechs Ratten gelernt zu spielen und suchten nach Reinhold. Fünf der Ratten lernten auch, sich zu verstecken, und erkannten, dass sie das tun mussten, wenn die für das Spiel verwendete Kiste geschlossen war. War sie offen, machten sich die Ratten auf die Suche nach ihrem Spielgefährten.

Schlussfolgerungen

Die Studie bestätigte die Fähigkeit der Ratten, den Regeln des Spiels zu folgen, und zeichnete Freudenquietschen auf, ein Zeichen dafür, dass die Nagetiere Spaß hatten.

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