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AAFA drängt USTR, US-Plattformen wegen Fälschungen zu listen

Die American Apparel & Footwear Association empfiehlt, Facebook, Instagram, Alibaba.com, AliExpress und DHgate in den Bericht 2026 aufzunehmen.

Von Giovanni Sapere
4 Min. LesezeitHuman-Edited, AI-Assisted

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AAFA drängt USTR, US-Plattformen wegen Fälschungen zu listen
Photo: Mats Hagwall / Unsplash

Die American Apparel & Footwear Association (AAFA) hat das Büro des US-Handelsbeauftragten (USTR) förmlich aufgefordert, große Online-Plattformen, darunter Facebook und Instagram, in den Bericht 2026 Review of Notorious Markets for Counterfeiting and Piracy (NML) aufzunehmen. Der Schritt soll den Schutz des geistigen Eigentums verbessern und den Verkauf gefährlicher gefälschter Waren an Verbraucher verhindern [IPWatchdog]. Die AAFA vertritt mehr als 1.100 Marken für Bekleidung, Schuhe und genähte Produkte und verweist auf die erheblichen Auswirkungen von Fälschungen auf ihre Branche und die öffentliche Sicherheit [IPWatchdog].

Aufruf zur Verantwortung von US-Plattformen

Am 7. Oktober reichte die AAFA beim USTR Stellungnahmen ein, in denen sie die Aufnahme von Facebook, Instagram, Alibaba.com, AliExpress und DHgate in die kommende Notorious Markets List forderte [IPWatchdog]. Das ist ein entscheidender Schritt zum Schutz der Rechte am geistigen Eigentum weltweit. Während die Plattformen von Alibaba und DHgate bereits früher auf der Liste standen, sind Facebook und Instagram nach Angaben der AAFA einer solchen Verantwortung weitgehend entgangen [IPWatchdog]. Der Verband betonte, der Ausschluss inländischer Plattformen verschaffe eine „stillschweigende Lizenz, am Verkauf gefälschter Produkte zu verdienen“, und zwar an Verbraucher in den USA wie weltweit [IPWatchdog], und untergrabe damit den Wert der ursprünglichen Erfindung und der Markenarbeit.

„Das USTR muss inländische Plattformen listen, wie die Stellungnahmen es verlangen, um gefährliche Fälschungen von den Marktplätzen und aus amerikanischen Haushalten fernzuhalten.“

— AAFA

Verbreitung und Gefahren von Fälschungen

Bekleidung, Schuhe und Accessoires gehören durchgängig zu den am häufigsten von der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde beschlagnahmten Waren. Im Haushaltsjahr 2025 dominierten diese Artikel die Top-10-Kategorien [IPWatchdog]. Die AAFA testete 39 gefälschte Produkte und stellte fest, dass 41 % die US-amerikanischen und internationalen Produktsicherheitsstandards nicht erfüllten [IPWatchdog]. Ursache waren gefährliche Chemikalien wie Phthalate, Blei, Formaldehyd und Nickel. Bemerkenswert ist, dass mindestens 25 % dieser unsicheren Produkte über Plattformen im Besitz von Meta gekauft oder beworben wurden [IPWatchdog].

Herausforderungen beim Markenschutz auf Meta-Plattformen

Betrügerische Werbung, die oft legitime Marken imitiert, bleibt für AAFA-Mitglieder auf Meta-Plattformen ein erhebliches Problem [IPWatchdog] und stellt eine direkte Bedrohung für das geistige Eigentum der Marken dar. Eine im November 2025 veröffentlichte Reuters-Recherche, die im Schreiben der AAFA zitiert wird, schätzte, dass Meta-Plattformen täglich 15 Milliarden „Hochrisiko“-Betrugsanzeigen auslieferten und damit einen annualisierten Umsatz von etwa 7 Milliarden Dollar erzielten [IPWatchdog]. Ein Mitglied berichtete, wiederholt Meldungen zu fast 800 verschiedenen Facebook-Seiten einreichen zu müssen, was zwischen Februar und Juni 2026 zu rund 2.000 Meldungen führte [IPWatchdog]. Ein anderes Mitglied ließ in den ersten sechs Monaten von 2026 auf Facebook und Instagram über 120.000 gefälschte Produkte und über 24.000 betrügerische Anzeigen entfernen [IPWatchdog]. Als Einschränkung wurde das Brand Rights Protection (BRP)-Tool von Meta genannt, das Löschanträge auf 100 Inhalte oder Konten begrenzt. In zwei Wochen im September 2026 maß ein Mitglied für die Entfernung auf Facebook im Mittel 22 Tage, auf Instagram dagegen drei Tage [IPWatchdog]. Suchen im September 2026 nach einem beliebten T-Shirt auf Facebook zeigten zu 100 % gefälschte Artikel, mit Hunderten pro Woche; Suchen auf Instagram ergaben Tausende [IPWatchdog].

Unterschiedliche Leistung anderer Marktplätze

Bei den Alibaba-Plattformen fand ein Mitglied Alibaba.com bei Stichwortsuchen im September zu etwa 95 % sauber; ein anderes meldete, dass in den ersten sechs Monaten von 2026 90 % der URLs entfernt wurden [IPWatchdog]. Ein weiteres Mitglied identifizierte jedoch zwischen November 2025 und August 2026 etwa 1.200 rechtsverletzende Angebote auf Alibaba.com, die mit rund 550 einzelnen Verkäufern und einem geschätzten Umsatz von 500.000 Dollar verbunden waren [IPWatchdog]. Bei AliExpress fand ein Mitglied die Plattform bei Stichwortsuchen zu etwa 90 % sauber, ein anderes meldete, dass etwa 95 % der Angebote entfernt wurden [IPWatchdog]. Ein drittes Mitglied identifizierte im AliExpress-Ökosystem rund 3.000 rechtsverletzende Angebote mit etwa 73.000 verkauften Artikeln, die den Verkäufern fast 320.000 Dollar einbrachten [IPWatchdog]. AliExpress wurde am 20. Juli von der Europäischen Kommission mit einer Geldbuße von 550 Millionen Euro wegen Verstoßes gegen den Digital Services Act belegt [IPWatchdog]. Bei DHgate schwankten die Entfernungsquoten in den ersten sechs Monaten von 2026 zwischen rund 70 % und fast 99 % [IPWatchdog]. Das IP Protection Portal unter brand.dhgate.com wurde als nützlicher Meldemechanismus hervorgehoben [IPWatchdog].

Zukunft von Markenschutz und Innovation

AAFA-Mitglieder nannten künstliche Intelligenz als bedeutende Veränderung gegenüber dem Vorjahr, da sie zur Erstellung betrügerischer Anzeigen, gefälschter Websites, Produktbeschreibungen und von Inhalten für soziale Medien genutzt wird [IPWatchdog]. Das zeigt eine neue Herausforderung für Innovation im Markenschutz. Berichtet wurde auch über den Anstieg hochwertiger Fälschungen, sogenannter „Superfakes“, neben minderwertigen Produkten [IPWatchdog]. Das unterstreicht den anhaltenden Bedarf an einem robusten Schutz des geistigen Eigentums für jede neue Erfindung, ein Anliegen für jeden Erfinder und jede Start-up-Gründung. Die AAFA empfahl die Überprüfung von Verkäufern und Werbetreibenden, eine öffentlich einsehbare Richtlinie zu Wiederholungsverletzern und die Anbindung von WhatsApp an das BRP-Tool von Meta [IPWatchdog]. Der Verband vertritt die Auffassung, Plattformen sollten für das Bewerben und den Verkauf gefälschter Produkte „gleichwertigen Haftungsregeln“ unterliegen wie stationäre Geschäfte [IPWatchdog]. Dieser anhaltende Kampf um Patentrechte und Markenintegrität wird häufig in Patentnachrichten und Publikationen wie dem Magazin The Patent® behandelt.

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